Inkasso

Gebühren

1,3 Geschäftsgebühr

Nr. 2300 VV RVG

 

70,20

101,40

130,50

156,50

192,90

229,30

265,70

302,10

338,50

374,90

411,30

459,40

507,50

Streitwert bis

 

 

600,00

900,00

1.200,00

1.500,00

2.000,00

2.500,00

3.000,00

3.500,00

4.000,00

4.500,00

5.000,00

6.000,00

7.000,00

1,3 Geschäftsgebühr

Nr. 2300 VV RVG

 

555,60

603,70

651,80

703,80

755,80

807,80

859,80

901,80

1.005,40

1.099,00

1.192,60

1.286,20

1.379,80

Streitwert bis

 

8.000,00

9.000,00

10.000,00

13.000,00

16.000,00

19.000,00

22.000,00

25.000,00

30.000,00

35.000,00

40.000,00

45.000,00

50.000,00

  • Beispiel 1

    Streitwert: 3.743,00 EUR

     

    Geschäftsgebühr Nr. 2300 VV RVG  1,3

    Pauschale Nr. 7008 VV RVG

    Nettogebühren

    19 % Umsatzsteuer

    Gesamtbetrag

    338,50 EUR

     

    20,00 EUR

     

    358,50 EUR

    68,12 EUR

    426,62 EUR

  • Beispiel 2

    Streitwert: 476,00 EUR

     

    Geschäftsgebühr Nr. 2300 VV RVG  1,3

    Pauschale Nr. 7008 VV RVG

     

    Nettogebühren

    19 % Umsatzsteuer

    Gesamtbetrag

    70,20 EUR

     

    14,04 EUR

     

    84,24 EUR

    16,01 EUR

    100,25 EUR

  • Beispiel 3

    Streitwert: 12.679,00 EUR

     

    Geschäftsgebühr Nr. 2300 VV RVG  1,3

    Pauschale Nr. 7008 VV RVG

    Nettogebühren

    19 % Umsatzsteuer

    Gesamtbetrag

    703,80 EUR

     

    20,00 EUR

     

    723,80 EUR

    137,52 EUR

    861,32 EUR

  • Beispiel 4

    Streitwert: 180,00 EUR

     

    Geschäftsgebühr Nr. 2300 VV RVG  1,3

    Pauschale Nr. 7008 VV RVG

    Nettogebühren

    19 % Umsatzsteuer

    Gesamtbetrag

    39,00 EUR

     

    7,80 EUR

     

    46,80 EUR

    8,89 EUR

    55,69 EUR

Grundregel: Wer die Musik bestellt, der muss Sie auch bezahlen.

Zunächst muss also mein Auftraggeber die Gebühren für meine Inanspruchnahme tragen.

 

Sofern der Vertragspartner meines Mandanten mit dem Ausgleich einer "FÄLLIGEN" Forderung in "VERZUG" ist, können diese Gebühren als Schadenersatz erstattet verlangt werden. Ist mein Auftraggeber Vorsteuerabzugsberechtigt, können lediglich die Nettogebühren verlangt werden, da die in meiner Gebührenrechnung ausgewiesene Umsatzsteuer für meinen Auftraggeber als Vorsteuer abzugsfähig ist und somit keinen Schaden darstellt.

 

FÄLLIGKEIT

Unter Fälligkeit versteht man den Zeitpunkt, ab dem der Gläubiger vom Schuldner verlangt bzw. verlangen kann, seine Forderung (z.B. Rechnung) zu begleichen. Die Fälligkeit kann sich aus einem Vertrag ergeben, in dem z.B. festgelegt wird, wann der eine Vertragspartner die Leistung des anderen zu bezahlen hat. Ebenfalls kann die Fälligkeit einer Forderung durch eine Rechnung bestimmt werden. Auf dieser kann vermerkt werden, dass der Rechnungsbetrag sofort fällig ist, es kann aber auch mit Zahlungsbedingungen vereinbart werden, dass die Fälligkeit erst ab einem bestimmten Datum eintritt (fällig am 20.07.).

 

Zu beachten ist, dass ein Schuldner trotz Fälligkeit einer Forderung sich nicht automatisch im Verzug befindet.

ZAHLUNGSVERZUG

Ein Schuldner kann mit der Begleichung einer Forderung grundsätzlich auf drei Weisen in Verzug kommen:

 

Verzug durch Mahnung des Gläubigers: Ab dem Zeitpunkt, zu dem der Schuldner eine Mahnung vom Gläubiger erhält, die ihn dazu auffordert die fällige Forderung zu begleichen, befindet sich der Schuldner mit seiner Zahlung im Verzug. Der Verzug beginnt in diesem Fall also mit der Zustellung der Mahnung an den Schuldner.

 

Ein Problem besteht für den Gläubiger teilweise darin, zu beweisen, wann dem Schuldner die Mahnung zugestellt werden konnte. Abhilfe schafft hier die Versendung der Mahnung mittels Einschreiben mit Rückschein.

 

Verzug ohne Mahnung: Eine Mahnung ist für den Verzug entbehrlich, wenn durch ein Kalenderdatum (z.B. in einem Vertrag oder auf der Rechnung) bestimmt wird, bis wann die Forderung vom Schuldner zu begleichen ist. Lässt der Schuldner die Zahlungsfrist verstreichen, befindet er sich ab dem Tag im Zahlungsverzug, der auf den letzten Tag der Zahlungsfrist folgt. Geht z.B. die Zahlungsfrist bis zum 28.08., befindet sich der Schuldner ab dem 29.08. in Zahlungsverzug.

 

Nach dem neuen Gesetz zum Zahlungsverzug kommt der Schuldner grundsätzlich 30 Tage nach Fälligkeit und Zugang einer Rechnung oder einer gleichwertigen Zahlungsaufforderung in Verzug, sofern vom Gläubiger keine kürzere Frist gesetzt wurde.

 

VERZUGSSCHÄDEN

Ab dem Zeitpunkt, zu dem sich der Schuldner im Zahlungsverzug befindet, können die Ausgaben, die für die Eintreibung von Forderungen anfallen, als Verzugsschaden gegenüber dem Schuldner geltend gemacht werden. Erstattungsfähig sind entsprechende Kosten jedoch nur, wenn sie dem Verzug des Schuldners direkt zugerechnet werden können. Dementsprechend können Kosten für die Tätigkeit von unternehmenseigenen Mitarbeitern für die Eintreibung von Forderungen nicht als Verzugsschaden geltend gemacht werden, die Beauftragung eines Rechtsanwaltes dagegen schon.

 

Typische Kosten im Sinne von Verzugsschäden sind:

  • Portokosten

  • Verzugszinsen

  • Kosten für einen beauftragten Rechtsanwalt

  • Gerichtskosten für Mahnbescheid

  • Kosten für Mahnschreiben nach Eintritt des Verzuges (gerichtlich anerkannt sind hier 2,50 €/ Mahnung)

Darüber hinaus können insbesondere Kosten für Auskünfte (z.B. zur Ermittlung des Wohnortes des Schuldners) und Kosten für Bankrücklasten neben der Hauptforderung gegenüber dem Schuldner geltend gemacht werden.

 

Etwas persönliches von mir:

Ich bekomme öfters Fälle auf den Tisch, wo ich dann feststellen muss, dass es Mahnungen 1 - 5 gezogen über einen Zeitraum von bis zu drei Monaten gibt! Da schlage ich die Hände über dem Kopf zusammen!

 

Jeder kann einmal vergessen eine Rechnung zu bezahlen, ist auch mir schon passiert! Dann erhält man eine Zahlungserinnerung und holt sein Versäumnis umgehend nach. Diese Zahlungserinnerung sollte bestimmt, freundlich und einen Hinweis enthalten, das weitere Kosten durch Nichtzahlung entstehen. Alle weiteren Mahnungen sind überflüssig und nehmen nur Zeit in Anspruch, die Sie anderweitig einsetzen können.

 

Da das Mahnverfahren - inklusive eventueller Vollstreckungsmaßnahmen - Monate dauern kann, sollten nicht schon Monate durch Ihre Mahnungen verstrichen sein.

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Marc Zerbock

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